Feierabend statt Überlastung

Flexibilität, Life-Domain-Balance und Gesundheit in der heutigen Arbeitswelt

Flexibilität, Life-Domain-Balance und Gesundheit in der heutigen Arbeitswelt

Stresst flexibles Arbeiten? Diese und weitere Fragen hat die Initiative für Gesundheit und Arbeit (iga) 2000 Erwerbstätigen aus ganz Deutschland gestellt. Seit 2004 will sie von ihnen wissen, welchen Stellenwert Arbeit in deren Leben hat. Das letzte iga.Barometer dreht sich dabei rund um die Themen „Flexibilität, Life-Domain-Balance und Gesundheit in der heutigen Arbeitswelt“.

Stimmt der Job, stimmt auch das Selbstbild

Das Positive vorweg: 86 Prozent aller Erwerbstätigen empfinden ihre Arbeit als vielseitig und abwechslungsreich. 81 Prozent der Männer und 80 Prozent der befragten Frauen sind der Meinung, dass ihre Arbeit sie fit hält. 79 Prozent der Männer und sogar 84 Prozent der Frauen denken, dass ihre Arbeit ihnen Anerkennung bringt. Damit wird wieder einmal deutlich, wie wichtig Arbeit ist, um sich wohlzufühlen. Stimmt der Job, stimmt auch das Selbstbild.

Flexibilität als Falle

Was aber geschieht wirklich mit uns, wenn die Arbeit flexibel wird? Wenn immer wieder unerwartete Unterbrechungen den Arbeitsablauf stören, Prioritäten geändert und Aufgabenbereiche gewechselt werden? Ist mobiles Arbeiten wirklich ein Vorteil, weil man nicht jeden Tag ins Büro muss? Oder verschwimmt für Angestellte zunehmend die Grenze zwischen beruflich und privat, weil keiner der Kollegen mehr weiß, ob heute Home-Office oder ein freier Tag geplant ist?

Letzteres scheint der Fall zu sein: Fast ein Viertel (22 Prozent) aller Befragten bejahte, dass sie auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten erreichbar sein und Aufgaben übernehmen müssten. Auch im Büro wird die Arbeit immer unvorhersehbarer. Mehr als 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie häufig bei der Arbeit unterbrochen werden und Aufträge übernehmen, die eigentlich nicht in ihren Aufgabenbereich fallen.

Ständige Erreichbarkeit macht müde

Die ständige Erreichbarkeit für dienstliche Angelegenheiten und die unstete Arbeitsweise stressen und belasten. Zuallererst führt die ständige Erreichbarkeit zu Zeitkonflikten. 18 Prozent der Befragten lassen deshalb sogar private Termine ausfallen, 23 Prozent der Erwerbstätigen fühlen sich eigentlich zu erschöpft, anderen privaten Verpflichtungen nachzukommen. Beispielsweise ein Ehrenamt zu übernehmen, fällt dann aus. Ständiges Wachsamsein schlaucht, auf Dauer führt solches Arbeiten zu chronischer Erschöpfung.

Klare Absprachen treffen und Zeitpuffer schaffen

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, hilft im Arbeitsalltag mitunter bereits mehr Zeitpuffer einzuplanen. So können Aufträge wirklich gründlich und zur Zufriedenheit aller bearbeitet werden. Arbeitnehmer sollten außerdem mit ihren Arbeitgebern klare Absprachen treffen, ob oder zumindest wann sie nach Dienstschluss wirklich erreichbar sein müssen. Das sollten Ausnahmen sein.

Führungskräfte sind umgekehrt hier in der Pflicht, auf ihre Angestellten zu achten. Auch Anerkennung der geleisteten Arbeitsleistung wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Also: Lob statt Maloche! Dann macht die Arbeit wieder Spaß und es bleibt vielleicht auch wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Über JobberBee

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